Messungen

Seit dem Jahr 2000 wurden bei Aufenthalten im Haus mittels Minaturdatenloggern (Onset Hobo) Außen- und Raumtemperaturen aufgezeichnet. 2002 kam die permanente Messung der Solarstrahlung (Globalstrahlung, Strahlungsenergie über das gesamte Spektrum) mit einem eigenen Logger hinzu, zeitweise auch mit Messung der Außentemperatur. Genauere Informationen über die Messtechnik und die aufgezeichneten Daten finden Sie hier. Falls Sie an diesen Themen Interesse habe, beantworte ich gern Ihre Fragen!

Die folgenden Diagramme zeigen Außen- und Raumtemperaturen während einiger Wochen im Mai/ Juni 2000 und 2001. Interessant ist hierbei, dass es trotz hoher Außentemperaturen im Haus sehr kühl bleibt und die Raumtemperatur sehr "träge" den Außenbedingungen folgt - Amplitudendämpfung genannt. Der Grund liegt in der Bauweise des Hauses, die für die Region typisch ist: Dicke, massive Außenwände (50 cm Mauerwerk aus Naturstein) mit hoher Speichermasse, kleine Fensterflächen und hoch reflektierende Oberflächen außen (Die Wände werden traditionell mit "Aswesti", einer Kalkmilch gestrichen). Wenn zudem richtig gelüftet wird, d.h. nachts, führt dies zu einem sehr angenehmen Klima im Haus.

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Die Globalstrahlung bezeichnet die auf eine horizontale Fläche auf der Erde treffende Strahlungsenergie. Sie setzt sich zusammen aus der direkter, diffuser und reflektierter Strahlung. In Deutschland liegt die jährliche Einstrahlung zwischen 900 und 1000 kWh/m²a, auf Paros hingegen etwa bei 1600 kWh/m²a. Folgende Abbildung zeigt die gemessenen Monatssummen der Jahre 2002-2004, im Vergleich mit den Daten des Programms "Meteonorm" für Athen, welche langjährige statistische Mittelwerte ausgibt. Die Werte stimmen relativ überein, obwohl sich natürlich wetterbedingte Unterschiede ergeben.

In der nächsten Abbildung ist die gemessene Einstrahlung als Summenlinie über das Jahr aufgetragen, diesmal auch im Vergleich mit den Werten für Deutschland (Standort Essen, Testreferenzjahr 3).

Zuletzt noch eine Darstellung der Tagessummen der Globalstrahlung, sowie ein Diagramm zu den monatlichen Durchschnittstemperaturen. Leider stand nicht immer ein Temperatursensor zur Verfügung, so daß nur wenige Daten vorliegen. Im Sommer 2005 wird ein neuer Sensor angebracht, der auch einen so genannten Strahlungsschutz hat, d.h. nicht mehr direkt von der Sonne beschienen wird, was die Ergebnisse verfälscht.